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Frauenkondom

 

Das Frauenkondom

Größtmögliche Flexibilität und Spontaneität

Seit 1992 ist in Europa das so genannte Frauenkondom auf dem Markt. Wie das Kondom für Männer bietet auch das Frauenkondom, zum einen Verhütung vor ungewollten Schwangerschaften, zum anderen aber auch einen Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten wie Aids, Hepatitis, Syphilis oder Gonorrhoe, auch bekannt als Tripper.

Vor allem auf die Vermeidung von Infektionskrankheiten bezogen, bietet das Frauenkondom einen gewissen Grad an Selbstbestimmung für die Frau. So ist die Frau ist nicht darauf angewiesen, dass der Mann ein Kondom benutzt, sondern kann selbst über die Anwendung und den Schutz entscheiden.

Das Frauenkondom ist ein weiches aber dennoch stabiles Futteral aus transparentem Polyurethan. Es wird vor dem Geschlechtsverkehr in die Vagina eingeführt und bildet dort eine Barriere zwischen der Vagina, dem Gebärmutterhals, den Schamlippen und dem Penis. Da das Frauenkondom bis zu acht Stunden nach dem Einführen wirksam ist und beim Tragen überhaupt nicht gespürt wird, ist eine große Flexibilität und Spontaneität möglich.

Das Frauenkondom ist 17 cm lang und besitzt an beiden Enden des Futterals einen flexiblen Ring. Der innere Ring am geschlossenen Ende des Schlauchs dient dazu, das Kondom mit dem Finger in die Vagina einzuführen. Er gleitet automatisch an seinen richtigen Ort hinter dem Schambein und hält auf diese Weise das Kondom in der Vagina fest. Der äußere, weiche Ring am offenen Ende verbleibt während des Geschlechtsverkehrs außerhalb der Vagina und bedeckt den Bereich um die Scheidenöffnung (Vulva).

Das Frauenkondom ist bereits mit einem nicht-spermiziden Gleitmittel auf Silikon-Basis "vorgeölt", was das Einführen und den Geschlechtsverkehr erleichtert. Aber es kann auch Zusätzlich, sowohl ölhaltiges als auch wasserhaltiges oder spermizides Gleitmittel verwendet werden.

Zum Entfernen wird der äußere Ring zusammengedrückt, das Kondom in sich verdreht und vorsichtig aus der Vagina gezogen. Das Frauenkondom muss aber nicht direkt nach dem Geschlechtsverkehr entfernt werden.
 

Das Frauenkondom bietet Sicherheit und Vorteile

Der Pearl-Index des Frauenkondoms liegt wie beim Männerkondom bei 3-7. Das bedeutet, dass es in 3-7 von 100 Fällen trotz Kondom zu einer Schwangerschaft kommt. Da durch den äußeren Ring sowohl die Schamlippen als auch der untere Schaft des Penis abgedeckt ist, ist ein breiter Schutz vor Infektionskrankheiten gegeben.

Das Frauenkondom kann bis zu 10 Stunden vor dem Geschlechtsverkehr eingeführt werden und ist nicht von der männlichen Erektion abhängig, so dass eine größtmögliche sexuelle Spontaneität gegeben ist. Aufgrund des Scheidensekrets und der Vorbeschichtung mit Gleitmittel liegt es dicht wie eine zweite Haut an der Vaginawand an und wirkt auf diese Weise nicht einengend für den Mann.

Da das Frauenkondom im Gegensatz zum Männerkondom nicht aus Latex, sondern aus Polyurethan besteht, verursacht es keine allergischen Reaktionen. Außerdem sind bisher keine anderen Nebenwirkungen oder Risiken bekannt. Polyurethan ist stabiler als Latex, geruchlos und kann mit Gleitmitteln auf Öl- und Wasserbasis verwendet werden. Es kann Wärme leiten, so dass sich der Geschlechtsverkehr trotz Kondom sehr gefühlsecht und natürlich anfühlt. Im Gegensatz zu Latex reagiert Polyurethan nicht empfindlich auf hohe Temperaturen und Feuchtigkeit, so dass es nicht besonders aufbewahrt werden muss.

Achtung
Ein Frauenkondom sollte nicht parallel mit einem Kondom für Männer angewandt werden, da die Reibung zwischen dem Polyurethan und dem Latex zu einem Reißen und damit Versagen beider Verhütungsmethoden führen kann.

[Information unter www.femalecondom.org (Female Health Company (FHC)]

10.11.2007 EH

Benutzungsanleitung Frauenkondom



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